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Meldung vom 23.11.2009
Dialog statt Kriminalisierung! - Juso-Hochschulgruppe verurteilt erneuten Räumungsversuch
Zu dem Versuch des Rektorats, den besetzten Hörsaal im Fürstenberghaus heute morgen durch die Münsteraner Polizei räumen zu lassen, erklärt André Schnepper, Mitglied des akademischen Senats: „Die überzogene Reaktion von Rektorin Ursula Nelles ist in aller Deutlichkeit zu verurteilen. Die Polizei hat auf dem Campus nichts verloren. Anstatt den berechtigten und friedlichen Protest der Studierenden zu kriminalisieren, muss sich das Rektorat endlich dem Dialog mit den Studierenden ernsthaft stellen. Leere Worte allein reichen nicht. Den Verlautbarungen müssen endlich Taten folgen. Konkrete Konzepte zur Verbesserung der Lehr- und Studiensituation sind bereits mehrfach von den studentischen VertreterInnen in den universitären Gremien benannt und durch den Bildungsstreik artikuliert worden. Diese müssen endlich aufgegriffen und als konkrete Veränderungen auf den Weg gebracht werden.
Clarissa Stahmann, Spitzenkandidatin der Juso-Hochschulgruppe ergänzt: „Der erneute Räumungsversuch ist ein deutliches Zeichen, dass das Rektorat nicht an einer Verbesserung der Studienbedingungen interessiert ist. Darüber hinaus mangelt es dem Rektorat an jedweder Kommunikationsfähigkeit, sich mit den Protesten der Studierenden konstruktiv auseinander zu setzen“, macht Stahmann deutlich und fügt weiter hinzu: „Der Protest wird sich erst legen, wenn die Studierenden gleichberechtigt in den Reformprozess mit eingebunden und nicht wie bisher mit Versprechungen abgespeist werden. Wer weitere Besetzungen verhindern will, muss endlich ernst machen und sich mit den Studierenden konstruktiv an einen Tisch setzen, anstatt ständig die Polizei herbeizurufen.“
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