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WWU Uni Münster

Meldung vom 03.12.2009

Anwesenheitspflicht abschaffen! – Erste Forderungen aus der Bologna-Umfrage

Bild: Themenplakat Endstation kleinBislang haben fast 2000 Studierende an der Bologna-Umfrage teilgenommen. Ganz klar fällt das Votum von circa 90 Prozent für die Abschaffung der Anwesenheitspflicht in Vorlesungen aus. Den Forderungen einer so überwältigenden Mehrheit der Studierenden muss Rechnung getragen werden. Die Anwesenheitspflicht muss abgeschafft werden!

Eine der Hauptforderungen der Bolgona-Reform ist europäische Mobilität. Dies ist an der Uni Münster für die meisten Studierenden aber leider nur Wunschdenken. Über zwei Drittel der Studierenden, die noch nicht im Ausland studiert haben wünschen sich dies. Davon glauben allerdings fast 70 Prozent, dass es eher schwierig oder sogar gar nicht möglich ist.

Ein zentrales Problem in Folge der Umstellung der „alten“ Magister- und Diplomstudiengänge, ist der erhöhte Leistungsdruck. 70 Prozent der Studierenden nehmen starken bis sehr starken Leistungsdruck wahr. Dadurch haben auch viele Studierende weniger Zeit sich in Fachschaften und studentische Initiativen einzubringen, obwohl sie es gerne möchten. Dies trifft auf 40 Prozent der UmfrageteilnehmerInnen zu. Eine mögliche Lösung ist studentisches Engagement sich in Form von Leistungspunkten anrechnen zu lassen (ECTS). Dies finden ca. zwei Drittel der Studierenden gut. 60 Prozent der Bachelorstudierenden, die an der Umfrage teilgenommen haben, sind besorgt, an der Universität Münster keinen Masterstudienplatz zu bekommen.

Probleme mit der Umstellung der Studiengänge auf Bachelor und Master hat es viele gegeben. Dies sind erste Zwischenstände. Die Umfrage wird noch weiter laufen. Die Ergebnisse werden unter anderem am 13. Januar in die Diskussionen am Bologna-Tag eingebracht. Der Bologna-Tag wird von der Uni ausgerichtet. Dort haben Fachschaften, studentische Initiativen, hochschulpolitische Initiativen und alle interessierten Studierenden die Möglichkeit ihre Forderungen für eine Verbesserung der Studiensituation einzubringen.
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