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WWU Uni Münster

Meldung vom 26.02.2010

Juso-HSG kritisiert Pinkwarts Studiengebührenpläne

Bild: Stimmung zornigDie Juso-Hochschulgruppe spricht sich entschieden gegen den Vorschlag von NRW-Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) aus, durch zusätzliche Studiengebühren für ausländische Studierende die deutsche Hochschullandschaft finanziell zu sanieren.

Pinkwart hatte vergangene Woche erklärt, dass Deutschland sich dem internationalen Gepflogenheiten anpassen und zusätzliche Studiengebühren für ausländische Studentinnen und Studenten erheben müsse. Allerdings stammen laut der 18. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes 77% aller ausländischen Studierenden aus Schwellen- und Entwicklungsländern. Gerade diese kommen wegen der fehlenden oder geringen Studiengebühren nach Deutschland.

„Durch den Vorschlag würden deutsche und ausländische ebenso wie finanziell stärkere und schwächere Studierende gegeneinander ausgespielt werden.“, erläutert Carla Burmann, die für die Juso-Hochschulgruppe Sozialpolitikreferentin im AStA ist.

Die Juso-Hochschulgruppe zeigt sich weiterhin entsetzt, dass auch Studiengebührengegner wie Jürgen Zöllner der Idee Pinkwarts zuzustimmen scheinen Anstatt zusätzliche Bildungshürden zu errichten sollte lieber Energie darauf verwendet werden, die Studienbedingungen gerade für Bachelor- bzw. Master-Studierende zu verbessern oder bereits bestehende Hürden, wie die bereits vielerorts vorhandenen Studiengebühren abzuschaffen.
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